Sonntag, 8. November 2015

Hände hoch

Nach meinem Tagdient im CHS stieg ich um halb neun am Charlottenplatz aus und ging zum Schlossplatz. Dort fand von der CIS organisiert die lange Einkaufsnacht "Stuttgart City leuchtet" statt. Ich fotografierte eine halbe Stunde lang die farbig illuminierten Bäume rund um die Jubiläumssäule herum. Als ich danach an der unterirdischen Haltestelle Keplerplatz auf die Stadtbahn wartete, lief ein vielleicht 3-jähriger Junge, Sekunden bevor die Stadtbahn einfuhr, parallel 2 Meter zum Gleis, der einfahrenden Bahn entgegen.
Die Mutter rief. Am Ende der Haltestelle hielt er sich an der 90 Grad zum Gleis liegenden Mauer an einem Handlauf fest. Die Bahn rauschte ein. Ich fixierte ihn scharf. Meine gesamten Sensoren waren auf Alarm eingestellt. Er blickte zur Mutter, dann zu mir. Kaum als er mir in die Augen sah, riß er seine beiden Arme erschreckt hoch, und erstarrte zur Salzsäule. 3 Sekunden lang, solange ich ihn hielt, bewegte er sich keinen Zentimeter. Als die Bahn eingefahren war, lief er schnell und verängstigt, "Mama" schreiend, zu seiner Mutter.





Mittwoch, 22. Juli 2015

Eigentlich kenne ich Walt Whitman nur aus der Serie "Breaking Bad". Nicht als Figur, sondern als Randnotiz.

Heute las ich ein Gedicht von Ihm in der Stadtbahn.

EINEN TRAUM TRÄUMTE ICH

Einen Traum träumte ich und sah in ihm eine Stadt,
unüberwindlich den Angriffen der ganzen übrigen Erde;
Und ich träumte, dies sei die neue Stadt der Freunde.
Nichts war dort größer als die Eigenschaft starker Liebe;
alles regierte sie.
Stündlich nahm man sie wahr in den Handlungen der Bewohner jener Stadt.
Und in all ihren Blicken und Worten.

Samstag, 18. Juli 2015

VfB

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.vfb-stuttgart-zorniger-will-abwehrhuene.86b47373-ec3d-4e14-bce3-b2702b08b4d3.html


Also ich bin knapp 2 Meter groß und wiege 95 Kilo, bin schnell und habe mit meinen Beinen und Armen eine immens große Reichweite, die kleinere Spieler als Minizwerge erscheinen lassen. So melde ich mich freiwillig als Abwehrspieler für den VfB. Mein fußballerisches Unkönnen werde ich mit Affirmationen an eigene Spieler und Psychoterror an die Fremdspieler hinten im Feld durch laute Schreie zu kompensieren versuchen. Und falls mich doch einmal der gegnerische Sturm zu überrollen droht, werde ich diesem Sturm mit lautstarken "Memento Mori" Schreien und reinster Kick-Box Kultur entgegentreten! Jawoll!!!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Bischofssynode

Purpurne Kekse
 

Ich empfehle den Bischöfen auf der Synode im Herbst - Sexualität, Familie, Ehe - purpurne Kekse zum Tee, die stark zur Entspannung des Körpers und des Geistes beitragen. Im Volksmund sind diese Kekse auch als Spacecakes bekannt. Auf Alkoholica sollte während der Synode gänzlich verzichtet werden.

Herzlich klerikale Grüße