Inzwischen frage ich mich nicht mehr warum ich von 1995-1997 Fotolaborant gelernt habe. Die ersten Jahre als Hartzer allerdings schon. Ich löcherte mich mit Erinnerungen und Fragen zu diesen.
"Kannst du dich denn nicht mehr an die Worte der beiden Werkstattlehrer erinnern." "Vor 10 Jahren unterichteten wir noch drei Klassen, vor fünf Jahren noch zwei Klassen und jetzt nur noch eine...aber wir gehen sowieso beide demnächst in Pension...ja, die Zeiten sind vorbei, als Kodak Labor noch über 400 Beschäftigte hatte...Rationalisierung, Automation....und bald schon das digitale Bild...." Von diesen beiden alten Haudegen lernte ich in den 2 Jahren Ausbildung am meisten.
Warum also Fotolaborant? Wie gesagt, das frage ich mich jetzt nicht mehr. Mein Lebenslauf war 1995 lückenhaft. Das Warum interessiert niemanden. Ich bewarb mich damals bei allen Hörgeräteakustikern im Großraum Stuttgart und hatte ein Vorstellungsgespräch. Als daraus nichts wurde bewarb ich mich als Einzelhandelskaufmann. Mit Erfolg. Ich hätte bei einem großen Konzern anfangen können. Zeitgleich bewarb ich mich als Fotolaborant. Nach einer Woche im Supermarkt bekam ich einen Brief vom Fotolabor mit einer Zusage für die Ausbildung. Einer sei abgesprungen, deshalb... . Ich kündigte regulär und fing eine Woche später im Labor an. Ich bereue diese Entscheidung nicht mehr, schließlich wollte ich Hörgeräteakustiker werden.
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