Montag, 13. August 2012

Im richtigen Alter

Es gibt immer ein erstes Mal. Und das war gestern die Abschlussfeier. Bis gestern habe ich mir noch nie irgendeine Eröffnungs- oder Abschlussfeier irgendeines sportlichlichen Großereignisses angeschaut.
Warum also gestern? Weil mich der britische Pop/Rock der letzten Jahrzehnte interessierte.
Ich bin im richtigen Alter. Ich bin nicht zu jung, um die alten Showacts nicht während meiner Jugendzeit gehört zu haben. Und nicht zu alt, um die neueren Showacts gar nicht mehr zu kennen. Also genau das richtige Alter für das Abschluss Programm dieser 30. Olympischen Spiele der Neuzeit. Madness, Ray Davies, Pink Floyd, Jessy J, Tinie Tempah, Taio Cruz, Fat Boy Slim, Annie Lenox, Eric Idle, Brian May, George Michael, Liam Gallagher... und am Ende noch ein Auftritt von The Who, der mir am besten gefiel, weil ich das Stück My Generation gefühlte 25 Jahre nicht mehr gehört habe und durch den gestrigen Abend daran erinnert wurde, dass es wohl doch nicht so klug war, 75% meiner Platten die letzten 25 Jahre verkauft zu haben...
John Lennon sang sein zeitloses Imagine, eingeblendet auf riesigen Leinwänden. Genauso Freddy Mercurys Anheizrituale, den wohl besten Live-Entertainer, den die Pop Geschichte jemals hervorgebracht hatte.
Ich als Beatles Fan kam voll auf meine Kosten. I'm the walrus wurde live gecovert. Als Dutzende Mods Roller in die Arena fuhren coverte eine Band den Song Pinball Wizard von The Who. Annie Lenox kam als Galionsfigur eines Piratenschiffes zum Einsatz und Eric Idle (Monty Python) gab den Komiker und sang natürlich den Welthit Always Look on the Bright Side of Life. Brian May gab mit Jessy J We will rock you zum Besten. Dann noch Muse live und Liam Gallagher mit seiner Band Beady Eye, die den Oasis Klassiker Wonderwall leicht schräg brachten. Auf die Spice Girls und Take That hätte ich verzichten können. Ansonsten gefiel mir alles. Sogar die Topmodels, obwohl ich mich für so etwas eigentlich gar nicht interessiere.
Fazit: Es gab ja auch noch die Marathon Siegerehrung. Als die Nationalhymne des ugandischen Gewinners erklang war ich überrascht, sie hörte sich gar nicht schlecht an, im Vergleich zu manchen katastrophalen Ergüssen. Ich schaute insgesamt höchstens 5-6 Stunden Olympia.
British Pop/Rock war und wird immer eine überragende Stellung weltweit einnehmen, dicht gefolgt von den U.S.A. Und die Deutschen liegen irgendwo im Mittelfeld. Das ist meine Meinung!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen