Heute, am 22. März wurde das Gesetz im Bundesrat durchgewunken. Ab dem 1. April gilt es dann: Cannabis wird teillegalisiert! Und hunderttausende Nutzer endlich entkriminalisiert. Nun wird es diese lächerlichen Polizeiberichte in der Zeitung nicht mehr geben, die da lauteten "Drogendealer im Stadtpark festgenommen. Er hatte 12 Gramm Marihuana bei sich", und das finde ich richtig. Die Polizei sollte sich auf die Kriminalität in unserer Stadt konzentrieren, und nicht Ressourcen vergeuden für die Strafverfolgung von normalen Nutzern von Cannabis. Deswegen darf man ab dem 1. April 25 Gramm mit sich führen.
Wenn man sich mal vorstellt, dass Strafverfahren gegen diese Kleinstdealer eröffnet wurden! Was für eine Verschwendung von Ressourcen bei Polizei und Gerichten, die man anderswo viel besser gebrauchen könnte! Ich wiederhole mich in diesem Fall, und ich würde es am liebsten eine drittes mal schreiben!
Ich schreibe das, obwohl ich kein Cannabis konsumiere. Ich schreibe das, weil ich die Teillegalisierung richtig finde. Ich schreibe das, weil jeder mündige Bürger ein Recht auf Rausch hat. Ich schreibe das, weil ich ja auch nicht will, dass Alkohol verboten wird.
Alkohol führt jährlich zu zehntausenden Toten und Verletzten. Cannabis zu keinem einzigen! Alkohol, diese furchtbare Droge, ist weitaus gefährlicher als Cannabis. Wer gegen die vollständige Legalisierung von Cannabis ist, sollte auch nicht dagegen sein, wenn Alkohol verboten würde.
Ich habe noch nie gelesen, dass es zu einem Todesfall wegen Cannabiskonsum gekommen ist. Ich habe noch nie gesehen, dass es zu einem Todesfall wegen Cannabiskonsum gekommen ist. Haseloff kennt sich nicht aus, das grenzt schon an Fake-News, was er heute im Bundesrat von sich gegeben hat. Ich sage ja auch nicht, dass die Wiesn, die Wasen und sämtliche Volksfeste nur darauf ausgerichtet sind, sich zu besaufen. Viele machen das leider, viel zu viele saufen dort. Aber die Mehrheit genießt es mit Bratwurst, Göckele, moderatem Konsum von Bier, Cola und den Fahrgeschäften/Buden, und betrinkt sich nicht.
Fazit:
Ich bin tolerant, seid ihr es auch!
Und
den moderaten Konsum von Cannabis gibt es auch. Nur leichte Sorten mit
wenig THC-Gehalt machen easy, beschwingt, wirken muskelentspannend
und streßabbauend. Sorten mit viel THC-Gehalt sorgen für einen heftigen
Rausch und machen nicht relaxed breit, sondern total dicht - man kann nur noch flach
liegen. Wenn ich noch kiffen würde, würde ich Gras nur mit wenig
THC zu mir nehmen. D.h. mit 5% THC-Gehalt. Denn eines ist klar:
Gras >=25% THC-Gehalt bomben dich weg. Und das lehne ich ab, genauso wie ich Besäufnisse ablehne - weil die bomben dich genauso weg.
Cannabislegalisierung: Volker Wissing lehnt THC-Grenze von 0,0 im Straßenverkehr ab | ZEIT ONLINE
Natürlich muss der Minister diese THC-Grenze von 0,0 im Straßenvekehr ablehnen. Denn sie ist willkürlich und falsch, sie ist ungerecht. THC läßt sich im Urin noch wochenlang feststellen, obwohl der Genuß von Cannabis schon länger zurückliegen kann, sprich man möglicherweise schon zwei Wochen nüchtern ist. Bis jetzt wird einem der Führerschein entzogen, wenn man Cannabis nachweisen kann. Obwohl man nüchtern ist. Und das ist der Punkt!
Anders herum verhält es sich beim Alkohol. Dieser baut sich innerhalb von einem Tag, nach einem Besäufniss, wieder komplett ab. Man kann nichts mehr nachweisen. Obwohl der Rausch schlimmer war, verliert dieser eine seinen Führerschein nicht so schnell wie bei Cannabis! Das hört sich für mich nicht nach Gleichbehandlung an, nein, es ist schreiendes Unrecht für Kiffer. Ich möchte gar nicht wissen wieviel Existenzen Schaden genommen haben durch einen Führerscheinentzug - nur weil man vielleicht vor einer Woche was konsumiert hat, aber im Moment der Polizeikontrolle stocknüchtern war.
Cannabis kann zu schweren Psychosen führen. Ich habe gelesen, dass schon ein paar Joints eine Psychose auslösen können. Wenn ich das auf Alkohol beziehe müsste ich ja schreiben, dass ein paar Bier schon Korsakow auslöst. Und das ist nicht der Fall. Die Dosis macht das Gift! Man kann sich auch das Hirn wegsaufen, Korsakow läßt grüßen. Nicht Drogenkonsum, sondern Drogenmißbrauch führt zu Schaden, stimmt in den allermeisten Fällen. Für Canabis kann ich es aber so nicht stehen lassen. Denn es stimmt, dass wenig Cannabis in seltenen Fällen Psychosen auslösen kann. Aber was soll man tun? Wegen einer absoluten Minderheit der Mehrheit das Recht auf Cannabiskonsum verweigern? Das wäre meiner Meinung der falsche Weg. Und Alkohol kann tödlich enden bei Mißbrauch, Cannabis nie!
Nachtrag, 27.03.2024
Im Text oben habe ich geschrieben, dass man ab dem 1. April 25 Gramm Cannabis mit sich führen darf. 25 Gramm! Das ist eindeutig zu viel, 5 Gramm würden locker reichen. Warum? Weil ich nicht will, dass Kleinstdealer profitieren. Denn die brauchen ihr Cannabis dann nicht mehr verstecken. Die freuen sich jetzt schon über die 25 Gramm. Der Kleinstdealer-Schwarzmarkt wird deshalb ab dem 1. April florieren, florieren und florieren! Deshalb meine Forderung an Lauterbach: senken Sie die Menge von aktuell 25 Gramm auf 5 Gramm!
Nachtrag, 02.04.2024
Folgender Text stammt von einem Leserbrief:
"Psychose und Cannabis und was die vermehrten Psychosen durch den Konsum angeht: Die Wissenschaft kennt keine Korrelation durch Cannabis, weil nicht festgestellt werden kann, ob die Veranlagung schon vor dem Konsum bestand und nur durch den Konsum ausgelöst wurde."
Dem kann ich nur beipflichten. Psychosen werden bei wenig Konsum von Cannabis nur ausgelöst, wenn eine Veranlagung zur Psychose beim Konsumenten vorhanden ist. Sprich Cannabis ist nur der Auslöser, und nicht der Grund von Psychosen - bei wenig Konsum von Cannabis.
Bei täglichem Konsum sieht es aber anders aus...dort kann es Psychosen, nur wegen hohem, starken Konsum geben...
Fortsetzung folgt


