Freitag, 22. März 2024

Cannabis wird teillegalisiert

Heute, am 22. März wurde das Gesetz im Bundesrat durchgewunken. Ab dem 1. April gilt es dann: Cannabis wird teillegalisiert! Und hunderttausende Nutzer endlich entkriminalisiert. Nun wird es diese lächerlichen Polizeiberichte in der Zeitung nicht mehr geben, die da lauteten "Drogendealer im Stadtpark festgenommen. Er hatte 12 Gramm Marihuana bei sich", und das finde ich richtig. Die Polizei sollte sich auf die Kriminalität in unserer Stadt konzentrieren, und nicht Ressourcen vergeuden für die Strafverfolgung von normalen Nutzern von Cannabis. Deswegen darf man ab dem 1. April 25 Gramm mit sich führen.
Wenn man sich mal vorstellt, dass Strafverfahren gegen diese Kleinstdealer eröffnet wurden! Was für eine Verschwendung von Ressourcen bei Polizei und Gerichten, die man anderswo viel besser gebrauchen könnte! Ich wiederhole mich in diesem Fall, und ich würde es am liebsten eine drittes mal schreiben!
Ich schreibe das, obwohl ich kein Cannabis konsumiere. Ich schreibe das, weil ich die Teillegalisierung richtig finde. Ich schreibe das, weil jeder mündige Bürger ein Recht auf Rausch hat. Ich schreibe das, weil ich ja auch nicht will, dass Alkohol verboten wird.
Alkohol führt jährlich zu zehntausenden Toten und Verletzten. Cannabis zu keinem einzigen! Alkohol, diese furchtbare Droge, ist weitaus gefährlicher als Cannabis. Wer gegen die vollständige Legalisierung von Cannabis ist, sollte auch nicht dagegen sein, wenn Alkohol verboten würde.

 
 
Ich habe noch nie gelesen, dass es zu einem Todesfall wegen Cannabiskonsum gekommen ist. Ich habe noch nie gesehen, dass es zu einem Todesfall wegen Cannabiskonsum gekommen ist. Haseloff kennt sich nicht aus, das grenzt schon an Fake-News, was er heute im Bundesrat von sich gegeben hat. Ich sage ja auch nicht, dass die Wiesn, die Wasen und sämtliche Volksfeste nur darauf ausgerichtet sind, sich zu besaufen. Viele machen das leider, viel zu viele saufen dort. Aber die Mehrheit genießt es mit Bratwurst, Göckele, moderatem Konsum von Bier, Cola und den Fahrgeschäften/Buden, und betrinkt sich nicht.
 
Fazit:
Ich bin tolerant, seid ihr es auch!
 
Und den moderaten Konsum von Cannabis gibt es auch. Nur leichte Sorten mit wenig THC-Gehalt machen easy, beschwingt, wirken muskelentspannend und streßabbauend. Sorten mit viel THC-Gehalt sorgen für einen heftigen Rausch und machen nicht relaxed breit, sondern total dicht - man kann nur noch flach liegen. Wenn ich noch kiffen würde, würde ich Gras nur mit wenig THC zu mir nehmen. D.h. mit 5% THC-Gehalt. Denn eines ist klar: Gras >=25% THC-Gehalt bomben dich weg. Und das lehne ich ab, genauso wie ich Besäufnisse ablehne - weil die bomben dich genauso weg.



Cannabislegalisierung: Volker Wissing lehnt THC-Grenze von 0,0 im Straßenverkehr ab | ZEIT ONLINE

 
Natürlich muss der Minister diese THC-Grenze von 0,0 im Straßenvekehr ablehnen. Denn sie ist willkürlich und falsch, sie ist ungerecht. THC läßt sich im Urin noch wochenlang feststellen, obwohl der Genuß von Cannabis schon länger zurückliegen kann, sprich man möglicherweise schon zwei Wochen nüchtern ist. Bis jetzt wird einem der Führerschein entzogen, wenn man Cannabis nachweisen kann. Obwohl man nüchtern ist. Und das ist der Punkt!
Anders herum verhält es sich beim Alkohol. Dieser baut sich innerhalb von einem Tag, nach einem Besäufniss, wieder komplett ab. Man kann nichts mehr nachweisen. Obwohl der Rausch schlimmer war, verliert dieser eine seinen Führerschein nicht so schnell wie bei Cannabis! Das hört sich für mich nicht nach Gleichbehandlung an, nein, es ist schreiendes Unrecht für Kiffer. Ich möchte gar nicht wissen wieviel Existenzen Schaden genommen haben durch einen Führerscheinentzug - nur weil man vielleicht vor einer Woche was konsumiert hat, aber im Moment der Polizeikontrolle stocknüchtern war.

Cannabis kann zu schweren Psychosen führen. Ich habe gelesen, dass schon ein paar Joints eine Psychose auslösen können. Wenn ich das auf Alkohol beziehe müsste ich ja schreiben, dass ein paar Bier schon Korsakow auslöst. Und das ist nicht der Fall. Die Dosis macht das Gift! Man kann sich auch das Hirn wegsaufen, Korsakow läßt grüßen. Nicht Drogenkonsum, sondern Drogenmißbrauch führt zu Schaden, stimmt in den allermeisten Fällen. Für Canabis kann ich es aber so nicht stehen lassen. Denn es stimmt, dass wenig Cannabis in seltenen Fällen Psychosen auslösen kann. Aber was soll man tun? Wegen einer absoluten Minderheit der Mehrheit das Recht auf Cannabiskonsum verweigern? Das wäre meiner Meinung der falsche Weg. Und Alkohol kann tödlich enden bei Mißbrauch, Cannabis nie!



Nachtrag, 27.03.2024
Im Text oben habe ich geschrieben, dass man ab dem 1. April 25 Gramm Cannabis mit sich führen darf. 25 Gramm! Das ist eindeutig zu viel, 5 Gramm würden locker reichen. Warum? Weil ich nicht will, dass Kleinstdealer profitieren. Denn die brauchen ihr Cannabis dann nicht mehr verstecken. Die freuen sich jetzt schon über die 25 Gramm. Der Kleinstdealer-Schwarzmarkt wird deshalb ab dem 1. April florieren, florieren und florieren! Deshalb meine Forderung an Lauterbach: senken Sie die Menge von aktuell 25 Gramm auf 5 Gramm!

Nachtrag, 02.04.2024
Folgender Text stammt von einem Leserbrief:
 
"Psychose und Cannabis und was die vermehrten Psychosen durch den Konsum angeht: Die Wissenschaft kennt keine Korrelation durch Cannabis, weil nicht festgestellt werden kann, ob die Veranlagung schon vor dem Konsum bestand und nur durch den Konsum ausgelöst wurde."

Dem kann ich nur beipflichten. Psychosen werden bei wenig Konsum von Cannabis nur ausgelöst, wenn eine Veranlagung zur Psychose beim Konsumenten vorhanden ist. Sprich Cannabis ist nur der Auslöser, und nicht der Grund von Psychosen - bei wenig Konsum von Cannabis.
Bei täglichem Konsum sieht es aber anders aus...dort kann es Psychosen, nur wegen hohem, starken Konsum geben...
 
Fortsetzung folgt

Donnerstag, 21. März 2024

Tosca

Inhaltsangabe KI Generiert mit Gemini:

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini

Libretto: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa

Uraufführung: 14. Januar 1900, Teatro Costanzi, Rom

Zeit: Rom, Juni 1800

Personen:

  • Floria Tosca, Sängerin (Sopran)
  • Mario Cavaradossi, Maler (Tenor)
  • Baron Scarpia, Polizeichef (Bass)
  • Cesare Angelotti, entflohener politischer Gefangener (Bass)
  • Spoletta, Scarpias Scherge (Tenor)
  • Sciarrone, Mesner (Bass)
  • Ein Hirte (Knabenchor)

Handlung:

Erster Akt

  • In der Kirche Sant'Andrea della Valle in Rom malt Cavaradossi ein Marienbild. Angelotti, ein entflohener politischer Gefangener und Freund Cavaradossis, versteckt sich in der Kirche. Tosca kommt und ist eifersüchtig, weil sie glaubt, Cavaradossi habe eine andere Frau.
  • Cavaradossi hilft Angelotti bei der Flucht. Scarpia und seine Schergen kommen in die Kirche und finden Angelottis Fächer. Tosca sieht den Fächer und glaubt, Cavaradossi habe ihn einer anderen Frau geschenkt.
  • Scarpia lässt Cavaradossi verhaften und foltern, um Angelottis Versteck zu erfahren. Tosca kann die Folter nicht ertragen und verrät Angelottis Versteck.

Zweiter Akt

  • Im Palazzo Farnese genießt Scarpia sein Abendessen. Tosca kommt und bittet um Cavaradossis Freilassung. Scarpia bietet Tosca an, Cavaradossi zu befreien, wenn sie sich ihm hingibt. Tosca ist entsetzt, willigt aber scheinbar ein.
  • Tosca ermordet Scarpia mit einem Messer und nimmt ihm den Geleitbrief für Cavaradossi ab.

Dritter Akt

  • Auf der Engelsburg wird Cavaradossi hingerichtet. Tosca täuscht Scarpias Schergen vor, Cavaradossi sei nur scheinhingerichtet worden.
  • Nach der Hinrichtung sieht Tosca, dass Cavaradossi tatsächlich tot ist. Sie stürzt sich von der Engelsburg in den Tod.

Musik:

  • Tosca ist eine der beliebtesten Opern Puccinis. Die Musik ist dramatisch und leidenschaftlich.
  • Berühmte Arien sind "Vissi d'arte", "E lucevan le stelle" und "Te Deum".

Die Plätze auf dem dritten Rang rechts (Balkon) Reihe 5 waren für mich leider zu eng. Musste mich reinquetschen. Günstigere Tickets gibt es nicht. Weiter hoch und hinten gibt es fast keine Plätze mehr. Noch schlechter sind nur noch Reihe 6 und 7 im dritten Rang. Die Entfernung zur Bühne kann nicht größer sein. Da die Darsteller, bis auf Tosca, fast alle dunkle Kleider trugen, war es nicht einfach, diese zu unterscheiden. Geschweige denn Emotionen aus den Gesichtern abzulesen... Durch die schiere Höhe im 3. Rang hat man auch keinen Blick auf den hinteren Teil der Bühne. Für 8 Euro Eintritt ist es aber in Ordnung. Da kann man nichts erwarten, wenn man bedenkt, dass schon Tickets im 1.- und 2. Rang  viel teurer sind. Und das Parkett für mich unbezahlbar ist... Aber was solls, schließlich habe ich das Ticket geschenkt bekommen. Und einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul. Oder anders ausgedrückt, einem geschenkten Fisch schaut man nicht hinter die Kiemen...
Habe mir auch die Einführung zum Stück angesehen. War sehr erkenntnisreich, denn es war mehr als nur eine Inhaltsangabe - es wurde auch Hintergrundwissen vermittelt, z.B. über das Jahr 1900, dem Jahr der Uraufführung. Danach ging es pünktlich los und ich wurde nicht enttäuscht! Es war kurzweilig, spannend, mir hat die Oper sehr gut gefallen.
 
Zur KI:
Im dritten Akt wird falsch erwähnt, dass Cavaradossis Hinrichtung eine Scheinhinrichtung werden sollte. Das hat Scarpia Tosca versprochen und schriftlich für seine Schergen festgehalten. Die Hinrichtung war aber echt und Cavaradossi tot. Und erst als Tosca begriff, das Sie von Scarpia hintergangen wurde und ihr Geliebter tot vor ihr lag, außerdem verhaftet werden sollte, stürzt Sie sich in den Tod.